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Mario Montez ist der große Drag Superstar, der zwischen den frühen 1960er bis Mitte der 1970er Jahre die Film- und Theaterszene des New Yorker Underground regiert hat. Den Beginn von Montez‘ Karriere markierte die Arbeit mit Jack Smith, für den er bei zahlreichen Fotoaufnahmen Modell stand und als Dolores Flores in Flaming Creatures (1962-1963) sein Leinwanddebüt gab. Ronald Tavel zufolge war Jack Smith der Ansicht, dass es unmöglich war, von Montez eine schlechte Aufnahme zu machen. Seine Konzentration war total. Auf jedem Abzug, der heute noch existiert, werden seine Gesichtszüge von einer lesbaren, spezifischen Idee arrangiert. Smith und Montez teilten ihre gemeinsame Faszination für den in der Dominikanischen Republik geborenen Hollywoodstar der 1940er Jahre, Maria Montez, von der sich Mario seinen Künstlernamen und seine Identität als Performer entlieh.


Während der gesamten 1960er Jahre arbeitete Mario Montez mit Smith an Filmen und Performances zusammen. Er war die Meerjungfrau in Normal Love (1963-1965) und trat ebenfalls in Reefers of Technicolor Island/Jungle Island (1967) und No President (1967-1970er) auf. Montez war außerdem als Darsteller an Smiths erster Live Bühnenperformance Rehearsal for the Destruction of Atlantis (1965) beteiligt. 1964 arbeitete Montez mit Smith an Warhols unvollendeten mehr als fünf Stunden langen Film, Batman Dracula. Im selben Jahr war Montez die Jean Harlow in Warhols erstem Synchrontonfilm, Harlot, und trat ebenfalls in Mario Banana und Mario Montez Dances auf. Er wurde schnell zu einer der wichtigsten Leinwandpersönlichkeiten Warhols und darüber hinaus der erste Drag Superstar der Factory. Jenseits seiner bekannteren Zusammenarbeiten mit Smith und Warhol ist Montez auch in Arbeiten anderer Filmemacher zu sehen, so beispielsweise in Chumlum (Ron Rice, 1964), Dirt (Piero Heliczer, 1965), Brothel (Bill Vehr, 1966) und Life, Death and Assumption of Lupe Velez (José Rodríguez Soltero, 1966). Neben seinen Arbeiten mit Film spielte Montez eine wesentliche Rolle in der Entwicklung des Theatre of the Ridiculous. (…)


Während seiner gesamten Karriere als Darsteller war Montez sowohl für sein Können im Umgang mit Kostümen und Makeup sowie für seine Großzügigkeit in der Unterstützung seiner KollegInnen bei deren Bühnenauftritten bekannt. Er prägte mit seinen „Montez Creations“ ganz wesentlich die Ästhetik der Filme und des Theaters des New Yorker Underground der 1960er und 1970er Jahre.


(zitiert nach: Arsenal – Institut für Film und Videokunst und HAU Hebbel am Ufer, Programmheft Live Film! Jack Smith! Five Flaming Days in a Rented World! Berlin 2009)


Agosto Machado has been an important figure in New York’s Off-Off Broadway theater scene for over four decades. His distinguished performance career began in 1970 with his appearance, alongside Mario Montez, Candy Darling and others in Jackie Curtis’s play Vain Victory at La Mama Experimental Theater Club, a theater with which Machado is still associated today. Machado went on to perform in a number of Curtis’s plays. Additionally, he has worked with such legendary queer performance groups as John Vaccaro’s Playhouse of the Ridi-culous, the Hot Peaches, the Angels of Light and The Cockettes. In the early 1970s Machado appeared in a performance at Jack Smith’s loft that Smith documented for use in his slide show presentations. While working with the most radical queer performers of his day, Machado also developed his own body of solo performance work, including his acclaimed late 1980s piece Babbling with Imelda Marcos. Alongside his performance career, Machado has been continually active in lesbian, gay and transgender activism and community work, from the Gay Activist Alliance in the aftermath of the Stonewall riots and to presentations and performances at New York’s LGBT Center today. Finally, Machado is a warm and witty, living archive of information about New York’s experimental theater and queer scenes from the 1960s to the present. (M.S.)


Prof. Dr. Marie-Luise Angerer, Professorin für Medien- und Kulturwissenschaften an der Kunsthochschule für Medien Köln, von 2007 bis 2009 Rektorin der Kunsthochschule für Medien, Köln. Aktuelle Forschung: Affekt/Technik/Soziale Fantasien, NatureCulture - NatureMedia. Publikationen u.a.: Herausgabe (mit K. Peters and Z. Sofoulis) von Future Bodies. Visualisierung von Körper in Science und Fiction, Wien, New York: Springer 2002; Vom Begehren nach dem Affekt, Zürich, Berlin: diaphanes 2007; Herausgabe (mit C. König) von Gender goes Life. Lebenswissenschaften als Herausforderung für die Gender Studies, Bielefeld: transcript 2008. Redaktion (mit K. Harrasser) Menschen & Andere, Zeitschrift für Medienwissenschaft, Heft 4, 2011.


Dr. Martin Dannecker ist Sexualwissenschaftler und Autor und hat über viele Jahre als Professor am Institut für Sexualwissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt am Main gearbeitet. Er war Aktivist der Schwulenbewegung der siebziger Jahre. Seit seiner Pensionierung lebt er in Berlin und arbeitet gegenwärtig an einem Projekt über virtuelle Sexualität von schwulen und bisexuellen Männern.


Dr. Ulrich Gooß, Arzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychoanalyse in Frankfurt am Main, schwulenpolitisch aktiv seit Anfang der 1980er Jahre in der Bundesarbeitsgemeinschaft Schwule im Gesundheitswesen, Initiative Mahnmal Homosexuellenverfolgung und Initiative Kultur und Homosexualität.


Karola Gramann ist freie Filmkuratorin seit 1990. Von 1985 bis 89 war sie Direktorin der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen, von 1990 bis 93 Co-Leiterin der Frankfurter Filmschau. 2000 gründete sie mit anderen die Kinothek Asta Nielsen e.V., deren künstlerische Leiterin sie seither ist. 2002 zeichnete sie für die künstlerische Konzeption und Gesamtleitung von L'Invitation au voyage. Germaine Dulac - Filmretrospektive und internationales Symposion verantwortlich und im Jahre 2007 für die vollständige Asta Nielsen-Retrospektive und das internationale Symposion Asta Nielsen – Ihre Filme, ihr Kino 1910 – 1933. Weitere kuratorische Arbeiten: Magickal Mystery Tour – Assoziationen zu den Filmen von Kenneth Anger für Film Direkt, Zürich; ... und wenn Du eine Rose siehst. Rosen Film Fest, multi media projekt in Zusammenarbeit mit der Künstlerin Sabine Hartung; Dark Room. Liebe im Kino: Teil 1, Ödipus – Antiödipus, Der dunkle Raum/Teil 2, Queer Cinema, Diven; Künstlerische Beratung für das Centre Pompidou, Paris bei Super 8-Film in der BRD seit 1980; Film im Handtaschenformat - Internationaler Workshop zum Amateurfilm; Kick it! – International Women’s Soccer Film Festival (2011).


Dr. Herbert Gschwind, Arzt und Psychoanalytiker in Frankfurt am Main. Aktiv in der Bundesarbeitsgemeinschaft Schwule im Gesundheitswesen, Initiative Mahnmal Homosexuellenverfolgung und Initiative Kultur und Homosexualität.


Dr. Dietrich Kuhlbrodt, 80. Seit 1957 Filmkritiken. Gegenwärtig Mitherausgeber von filmzentrale.com. Ende der 1960er Jahre Besucher von Knokke. Essay über Werner Schroeter im frühen Hanserband, später im Loseblattlexikon Cinegraph. Längeres Podiumsgespräch mit Schroeter kurz vor seinem Tod in Wien (Videodokumentation). Im übrigen Arbeiten über Filmrezeption. Lehraufträge unter anderen an der Universität Frankfurt am Main. Parallel juristische Karriere. Dr. iur., Jugendstaatsanwalt, Oberstaatsanwalt im Ruhestand. Näheres im Das Kuhlbrodtbuch (Verbrecher Verlag 2002) und Deutsches Filmwunder: Nazis immer besser (konkret Literatur Verlag). Lebt in Hamburg. Als Opa. Mitglied der jungen Musik- und Performancegruppe HGich.T (Ich liebe dich, auch wenn du 16 bist. Ist mir egal) (youtube, vimeo).


Prof. Birgit Hein, geb. 1942 in Berlin. 1966 bis 1988 Experimentalfilme, Performances und Installationen mit Wilhelm Hein. Mitbegründerin von XSCREEN in Köln 1968. Eigene Filme seit 1991. Seit 1971 zahlreiche Veröffentlichungen zum Experimentalfilm u.a. Film im Underground, Berlin 1971 und Film als Film, Stuttgart 1977. Teilnahme an der Documenta 5 1972 und Documenta 6 1977. Cineprobe im Museum of Modern Art New York 1996. Tourneen durch USA und Kanada sowie nach Pakistan, Indien und China für das Goethe Institut. Filme in internationalen Sammlungen, u.a. im Musée d‘Art Moderne Paris (Centre Pompidou). Retrospektiven der Filme u.a. in Berlin, New York, Montreal, Madrid und Rotterdam. Preis der deutschen Filmkritik 1992. Kunstpreis des Landes Niedersachsen 1998. Von 1990 – 2008 Professorin für Film- und Video an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Mitglied der Akademie der Künste Berlin.


Nina Hein ist Dozentin für Modedesign an der HTW-Berlin. Zusätzlich zu ihrem Modediplom absolvierte sie ein Masterstudium am Institut für Kunst im Kontext der Universität der Künste in Berlin. Ihre Masterarbeit ist eine künstlerische Recherche zu den Kostümen in den Werken von Jack Smith. Neben ihrer Tätigkeit als Dozentin arbeitet sie als freischaffende Video-Redakteurin und produziert Berichte zu moderelevanten Themen.


Wilhelm Hein, geboren 1940 in Duisburg, Studium der Kunst und Ökonomie in München. Ab 1964 in Köln. Von 1964 bis 1989 Lebens- und Arbeitsgemeinschaft mit Birgit Hein. Als W+B Hein realisierten sie zahlreiche Experimentalfilme, Performances sowie Filmveranstaltungen zum experimentellen Film. Mit ihrem ersten Film, S&W, wurden W+B Hein zum 4. Internationalen Experimentalfilmfestival nach Knokke eingeladen. In den folgenden Jahren tourten sie mit ihren Filmen und Performances in Europa, USA und Kanada. Er arbeitete von 1996 bis 2012 an seinem großen Werk, einer 15-stündigen 16mm-Dokumentation über den Underground-Film, You Killed the Underground Film or the Real Meaning of Kunst bleibt ... bleibt ... Wilhelm Hein lebt in Berlin.


Prof. Dr. Ute Holl, ist Film- und Medienwissenschaftlerin und lehrt an der Universität Basel. Sie forscht zur Wahrnehmungsgeschichte des Kinos, zur Wissensgeschichte audiovisueller Medien, zur Geschichte der Akustik und Elektroakustik, sowie zum experimentellen und ethnographischen Film. An der Humboldt-Universität zu Berlin promovierte sie 2001 über den Experimentalfilm und dessen Genealogie in den Laborkulturen der Psychophysik im 19. Jahrhundert. Die Arbeit erschien unter dem Titel Kino, Trance und Kybernetik 2002 in Berlin.


Eunice Martins, Studium an der Hochschule der Künste, Berlin und der Musikakademie Wiesbaden. Seit 2000 Hauspianistin des Kino Arsenal - Institut für Film- und Videokunst. Mit Musik zu Stummfilmen Gast bei zahlreichen Festivals, Theatern und Kinematheken: Hong Kong International Film Festival, Il Cinema Ritrovato, Bologna, Jornada Brasileira de Cinema Silencioso, São Paulo, Istanbul International Film Festival, Internationale Filmfestspiele Berlin, River South Art Center, Shanghai, National Theatre Taipei, Taiwan, Auditorium du Louvre Paris, Cinémathèque Royale de Belgique. Workshops und Vorträge zu Film und Musik/Sound u.a. Hong Kong, São Paulo, Neu-Delhi, Shanghai. Seit fünf Jahren in Berlin am Klavier für Rising Stars, Falling Stars und die unvergleichliche Miz Vaginal Davis.


Babeth Mondini-Vanloo, Film & TV Director, producer and Media-artist. Masters in Film 1977, San Francisco, California. Studied Social Sculpture with Prof. Joseph Beuys at the academy in Düsseldorf, Germany. Continued her film study in the United States. Masters Degree at the San Francisco Art Institute, 1977. In 1980 founded Film Art Productions Amsterdam and directed/produced about 40 films and video projects (several with Joseph Beuys). Her work has been shown worldwide: PBS, USA; NHK, Japan; WDR Germany; Antenne 2, France; and for Dutch television stations: VPRO, IKON and EO Television. She is one of the professors of the Free International University, F.I.U. Amsterdam, and is cofounder and board member of the FIUWAC (Free International University World Art Collection) since 1999. From 1994 – 2001 Babeth worked as producer and personal assistant for the filmmaker Johan van der Keuken. Since 2000 she is Programming director of the Buddhist Broadcasting Foundation (BOS).


Prof. Matthias Müller, geboren in Bielefeld 1961. Studium an der Universität Bielefeld und der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig. Gastprofessuren an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main und an der Fachhochschule Dortmund. Seit 2003 Professur für experimentellen Film an der Kunsthochschule für Medien, Köln. Kurator verschiedener Filmreihen, Festivals und Festivalsektionen (u.a. Max-Ophüls-Preis, Saarbrücken). Eigene Texte u.a. in epd film, Frankfurt am Main, Skrien, Amsterdam, Millenium Film Journal, New York, Der Schnitt, Köln. Experimentalfilme, Videos und Fotoarbeiten seit 1980. Festivalteilnahmen u.a. in Venedig, Cannes, Berlin und Rotterdam. Diverse Preise und Auszeichnungen, u.a. Preis der deutschen Filmkritik (1990, 1997 u. 2000) und Jahrespreis des Verbandes der deutschen Kritiker (2000), Prix Canal + du meilleur court métrage Festival von Cannes und Deutscher Kurzfilmpreis für Kristall (2006). Werkschauen u.a. im Museum of Modern Art, New York, im Museu da Imagem e do Som, São Paulo, und im Image Forum, Tokio.


Dr. Marc Siegel ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft an der Goethe-Universität, Frankfurt am Main. Zur Zeit arbeitet er an seinem Buch Manuskript zum Gossip (Klatsch) in der queeren Filmkultur. Überdies arbeitet er als freier Kurator. Er hat das Festival Camp/Anti-Camp. A Queer Guide to Everyday Life (HAU/Berlin, Mousonturm/Frankfurt, 2012, mit Susanne Sachsse) kuratiert, sowie LIVE FILM! JACK SMITH! Five Flaming Days in a Rented World (Arsenal/HAU, Berlin 2009, mit Susanne Sachsse und Stefanie Schulte Strathaus). Er ist im Beirat der Sektion Forum Expanded bei der Berlinale und ist Mitbegründer des Künstlerkollektivs CHEAP.


Dr. Heide Schlüpmann studierte Philosophie in den 1960er Jahren in Frankfurt am Main, passionierte Kinogängerin seit 1970. Lehraufträge für Film seit 1977; Studium des Frühen Kinos in den 1980er Jahren. 1991 bis 2008 Professorin für Filmwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Mitherausgeberin der Zeitschrift Frauen und Film, Mitbegründerin der Kinothek Asta Nielsen e.V. Bücher: Friedrich Nietzsches ästhetische Opposition (1977), Unheimlichkeit des Blicks. Das Drama des Frühen deutschen Kinos (1990), Ein Detektiv des Kinos. Siegfried Kracauers Filmtheorie (1998); Abendröthe der Subjektphilosophie. Eine Ästhetik des Kinos (1998), Öffentliche Intimität. Die Theorie im Kino (2003), Ungeheure Einbildungskraft. Die dunkle Moralität des Kinos (2007); als Herausgeberin u.a. zus. mit Karola Gramann, Eric de Kuyper, Sabine Nessel und Michael Wedel: Asta Nielsen, Bnd. 1: Unmögliche Liebe. Asta Nielsen, ihr Kino; Bnd. 2: Nachtfalter. Asta Nielsen, ihre Filme (2010)


Prof. Dr. Katharina Sykora, geb. 1955, Studium der Kunstgeschichte, Romanistik, Pädagogik und Filmwissenschaften an den Universitäten Würzburg, Heidelberg und Frankfurt am Main. 1983 Promotion über Das Phänomen des Seriellen in der Kunst.

Tätigkeiten als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Feministischen Archiv und Dokumentationszentrum Frankfurt am Main und an der Kunsthalle Mannheim. Lehraufträge an den Universitäten Frankfurt am Main, Heidelberg, Marburg, Trier und Zürich. Ab 1994 Professorin für mittlere und neuere Kunstgeschichte mit dem Schwerpunkt Geschlechterforschung an der Ruhr-Universität Bochum. Seit 2001 Professorin für Kunstgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. 2004 Gastprofessorin an der University of Bloomington/Indiana, USA.


Jerry Tartaglia is a filmmaker and writer whose work in Experimental Film and Queer Cinema spans four decades. He studied with the Abstract Expressionist Painter, Harry Koursaros, who introduced him to experimental film and the work of Jack Smith, Jonas Mekas, and Gregory Markopoulos. He was the first to write about the gay sensibility in American Avant-Garde film, published in The Millennium Film Journal in 1977. The A.I.D.S. Trilogy (A.I.D.S.C.R.E.A.M., Ecce Homo, and Final Solutions), made during the early days of the epidemic in America, has been screened around the world. His work was included in the Century-end retrospective at the Whitney Museum of American Art, The Art of the 20th Century. Seven of his films have been premiered at the Berlinale since 1990.

In the early 1990s, he began the work of restoring and preserving the film legacy of Jack Smith. He reconstructed Smith's three feature films and eleven shorts for the Smith Estate and the Barbara Gladstone Gallery.


Dr. Chris Tedjasukmana, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für Filmwissenschaft sowie am Sonderforschungsbereich 626 Ästhetische Erfahrung im Zeichen der Entgrenzung der Künste (FU Berlin). Promotion 2012 mit der Arbeit Mechanische Verlebendigung. Leben, Zeit und ästhetische Erfahrung im Kino. Co-Herausgeber der Buchreihe Kitchen Politics. Queerfeministische Interventionen (edition assemblage).


Klaus Walter, Jahrgang 1955, lebt in Frankfurt am Main und ist seit Mitte der 1970er Jahre als Autor und DJ in den Themenfeldern Popkultur, Sport und Politik tätig. In den 80ern Redakteur bei der Zeitschrift Pflasterstrand, seit 1984 Radio-DJ beim Hessischen Rundfunk. Seine Sendung Der Ball ist rund wurde von den Lesern der Fachzeitschriften Spex und Intro mehrfach zur besten Radiosendung Deutschlands gewählt. Seit 2008 arbeitet Walter als Redakteur und Moderator bei dem Internetradio ByteFM. 2005 erschien Plattenspieler, ein gemeinsames Gesprächsbuch mit Frank Witzel und Thomas Meinecke, 2009 die Fortsetzung Die Bundesrepublik Deutschland. Zur Zeit arbeitet Walter an einem Buch über die Geschichte der Frankfurter Subkulturen. Als Autor ist er u.a. für folgende Publikationen tätig: Rolling Stone, Spex, Die Zeit, Frieze, Süddeutsche Zeitung, TAZ, WOZ, Spiegel Online, Jungle World. Seit den 1990er Jahren gibt Klaus Walter regelmäßig Workshops und Seminare zum Themenfeld Pop und Radio, sowohl bei NKLs wie auch an Universitäten, zuletzt an der Universität Paderborn sowie derzeit an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.